“Das Internet ist für uns alle Neuland.” Mit diesem Satz schockte Angela Merkel 2013 die Internetgesellschaft – und erntete jede Menge Spott. In dem sozialen Netzwerk Twitter trendete der Hashtag #neuland innerhalb kürzester Zeit und sorgte für wilde Diskussionen. Während die sogenannten Digital Natives sich mühelos im Web bewegten, standen insbesondere ältere Generationen dem Ganzen skeptisch gegenüber.

Das Internet ist für uns alle Neuland.

(Angela Merkel, 2013)

5 Jahre später hat sich viel getan: 89 % der Deutschen nutzen das Internet im Schnitt 149 Minuten am Tag.  Selbst in der Politik ist das Thema inzwischen angekommen. Erstmalig wird es ein Ministerium für Digitales geben, das neben dem Glasfaserausbau vor allem die Digitalisierung vorantreiben will.

 

Was ist Digitalisierung?

Bei der Digitalisierung handelt es sich um die Umwandlung von analogen Informationen wie Bildern, Schriftstücken oder Geschäftsberichten in digitale, für den Computer verständliche Daten. Damit bildet sie die Grundlage für die Verarbeitung, die Speicherung und die Übermittlung der Daten. Des Weiteren können digitale Informationen theoretisch endlos ohne Verlust weitergegeben werden und sind dadurch weltweit die bevorzugte Methode der dauerhaften Informationsspeicherung.

 

Digitalisierung in Unternehmen – Auswirkungen und Beispiele

Für Unternehmen bedeutet dies, dass Geschäftsdaten und -prozesse nicht mehr auf Papier, sondern am Computer verarbeitet werden. Während früher beispielsweise Kundendaten in einer Kundenkartei aufbewahrt wurden, übernimmt heutzutage der Computer diese Aufgabe. Das Unternehmen spart somit Platz und kommt dem Ideal des papierlosen Büros einen Schritt näher. Doch das ist nicht der einzige Vorteil, den die Digitalisierung Unternehmen bringt.

Neben einer Suchfunktion, die den richtigen Datensatz innerhalb von Sekunden ausgibt, beinhalten fortschrittliche Customer-Relationship-Programme vor allem umfangreiche Filterfunktionen. Statt der klassischen alphabetischen Sortierung kann der Nutzer sich zum Beispiel alle Kunden anzeigen lassen, die im letzten Quartal mindestens 1.000 € Umsatz generiert haben und in München ansässig sind. Mit diesen Daten ist es dem Unternehmen möglich, zielgerichtete Werbemaßnahmen zu ergreifen, indem es den ermittelten Kunden ein individuelles Angebot unterbreitet.

 

Cloud-Computing als unerlässlicher Bestandteil der digitalen Transformation

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Digitalisierung ist das Cloud-Computing. Dabei handelt es sich um die Nutzung von IT-Leistungen wie Software, Datenbanken oder Server über das Internet. Obwohl vor allem mittelständische Unternehmen der Cloud zweifelnd gegenüberstehen, ergeben sich zahlreiche Vorteile durch sie. Anwender sparen sich beispielsweise hohe Anschaffungskosten für Server und Hardware. Sie können außerdem jederzeit von jedem Gerät auf die Daten zugreifen. Da sämtliche Leistungen von externen Dienstleistern betrieben werden, müssen keine Ressourcen für Wartung und Betrieb verschwendet werden. Es ist den Unternehmen somit möglich, sich komplett auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren.

Der Digitalisierungsprozess in Unternehmen ist demzufolge nicht nur die bloße Umwandlung von analogen in digitale Daten. Digitale Daten können einfach verarbeitet werden, verschlanken komplexe Geschäftsprozesse und helfen Unternehmen, unnötige Kosten einzusparen.

Stefan ist der Inhaber von SOCIALFUCHS – Die Social Media Agentur und Experte für Storytelling und Social Media Marketing. Er baut bereits seit über zehn Jahren Profile und Communities für Unternehmen auf Facebook, YouTube, Twitter und Instagram auf. Dabei hat er Reichweiten von über einer halben Million Nutzern erzielt.